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17
Jan
2009

...

Diesmal "lache" ich mir Punks an. Und falle - ganz untypisch- beim Pogo hin.
Aber irgendwie habe ich so ein Gefühl, dass das nicht die einzige Peinlichkeit war...
Aber was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß...




Ich wünsche mir mal eine Rage Against The Machine Party.
Letzte Woche hab ich mir einmal Wake Up gewünscht. Pathetisch habe ich dem DJ erklärt, dass die Leute, die sich Killing In the Name wünschen, keine Ahnung haben und dass ihre Wünsche deshalb keinen Stellenwert haben sollten. Wir hielten uns an den Händen und beklagten unser Schicksal. Er, als DJ muss Wünsche, die von der Mehrzahl genannt werden, erfüllen und ich als versierter Musikliebhaber finde wegen musikalischer Minderheit mit meinen Wünschen keinen Anklang..

15
Jan
2009

Where you gonna sleep tonight?

In der aktuellen neon werden im Sinne einer Flop-Liste die schlimmsten Songs 2008 aufgeführt. Darunter Amy McDonald: This Is the Life.

Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, mich von der Radiobeschallung derartig zu isolieren, aber das Lied habe ich erst vor einer Weile zum ersten mal bewusst gehört. Duch meine radiotechnische Isolation ist auch noch keine Übersättigung eingetreten...

And you're singing the song
Thinking this is the life
And you wake up in the morning and you're head feels twice the size
Where you gonna go? Where you gonna go?
Where you gonna sleep tonight?

So you're heading down the road in your taxi for four
And you're waiting outside Jimmy's front door
But nobody's in and nobody's home 'til four

So you're sitting there with nothing to do
Talking about Robert Riger and his motley crew
And where you're gonna go and where you're gonna sleep tonight?

Where you gonna sleep tonight?


Ein schönes Lied, eine schöne Frau. Auch sie schläft in ihren Klamotten. Das kenn ich doch. Aber wie schafft sie, so perfekt geschminkt aufzuwachen?
Where you gonna sleep tonight?
Zumindest heute Abend kann ich sagen, dass ich -trotz Douala prädestinieren Donnestag- in meinem Bett schlafen werde. Ganz vernünftig, nach einer Dusche, mit einem guten Buch, und heute vlt auch mal zu einer vernünftigen Zeit. Allgemein vlt auch ÜBERHAUPT schlafen werde. Und das auch nicht in meinen Klamotten...

12
Jan
2009

...

Es gibt drei Orte, die ich von einem einigermaßen zentralen Punkt in Ravenburg im Halbschlaf finden würde:
den Bahnhof, das Douala und den Piercer


Verlorenen Piercingstab ersetzen: 5 Euro
Coffee to Go: 1,35
Tun, was der eigene Impuls einem rät: unbezahlbar!


Da war der Punk mit Hund am Straßenrand. Traurig sah er aus. Ein Becher vor ihm. Ich sehe ihn und greife nach meiner Hosentasche, um nach ein paar losen Münzen zu suchen. Dummerweise ist mein ganzes Münzgeld wieder im Geldbeutel verstaut.
Diesen aber hervorklauben war unmöglich, denn ich war indisponiert mit Kaffeebecher links und Kippe rechts.
Und was mache ich? Gehe weiter...
Und was hätte ich tun können? Anhalten. Markentasche von Eastpak (Geschenk meiner Mutter, aus Sympathie für meine Mutter heute zum ersten Mal benutzt) abstellen, Kaffee abstellen, "Halt mal schnell die Kippe", Geldbeutel rausholen. Fertig. Gute Tat Hallo. Unterstützung für das Phänomen "Punk" Das Lebensgefühl vielmehr.
Aber nein, ich gehe weiter. Weil ich scheiß materialistisches Schwein keine Hand frei habe wegen Kaffee und Zigarette in der Hand!!!.

Ich sitze an der Straße. Ein Punk mit proklamierter Antipathie für Nazis auf der Weste ("Scheiß Nazis") kniet vor mir und dreht sich eine Zigarette von meinem Tabak. Jemand läuft vorbei. "Scheiß Arbeit,hm?". Arschloch denke ich. Sage es. "Naja, er hat ja recht...".
Nun ja gut..nicht ganz das, was ich persönlich unterstütze. Aber wieviele meiner Freunde lade ich ab und zu mal ein auf einen Kurzen auf einen Kaffee? Das bisschen Geld..


Und ich gehe weiter.

Ich war 14. Meine Mutter fährt mich nach Memmingen zum Training. Mein Trainer sollte mich dann heimfahren. Ich gehe in die Halle. Niemand da. Training fällt wohl aus. Und da stehe ich. Kein Handy. Oder kein Geld drauf. Ich weiß es nicht mehr. Geldbeutel nicht dabei. Ich laufe in die Stadt. Was tun?
Verzweifelt stehe ich in der Innenstadt. Dort ist eine Telephonzelle. Mit Münzschlitz. Und ich habe keine Münzen. Was tun?
Mit zitternder Stimme spreche ich eine blondierte Frau (Die Haarfarbe weiß ich noch GANZ genau!) an. Ob sie mir 20 Cent hätte zum Telephonieren. Sie verneint unwirsch und geht weiter. Nichtmal angesehen hat sie mich...Ich spreche die Nächste an. Mittlerweile den Tränen nahe. Sie war brünett, klein, etwas stämmig. Ja klar, hat sie. Sie sucht im Geldbeutel und ich fange an zu weinen. Mit ersticker Stimme bedanke ich mich.
Ich atme ganz tief durch und rufe daheim an. Gebe meiner Stimme einen unbeschwerten Klang. ..

11
Jan
2009

Bitte etwas mehr Gefühl

Die Musik zerrt an mir.
Ruft Erinnerungen und Assoziationen wach.
Gebiert Unruhe.
Hibbelig.
Dieses Gefühl war noch nie gut in der Vergangenheit. Taten entstanden daraus. Oder noch schlimmer: Gedanken.
Vergangenheit. Im Konjunktiv. Was wäre, wenn damals das passiert wäre. Wenn letzte Woche nicht. Hätte es. Wäre es. Fettes Fragezeichen dahinter.
I have a problem that I cannot explain.
Have no questions but surely have excuses.

Ganz latent spüre ich wieder dieses tiefe Loch, in das ich im Begriff bin, hinab zu stürzen.
Irgendwas fehlt hier.
Stoa ist nicht immer gut. Emotionale Statik auch nicht. Emotional eingefroren hat sie mal gesagt. Ob ihr hier und heute auch was fehlt?
Ich wünschte mir einmal, Freude zu empfinden. Oder richtiges Unglück. Alles, nur nicht diesen Zustand!
Vielleicht geht dieser ja einher mit meinem Neid, den ich komplett abgeschaltet hab. Vielleicht ist dieser Zustand die Konsequenz meiner oberflächlichen Akzeptanz der meisten Menschen. Im Namen der pluralen Gesellschaft. Ging ja auch nicht anders.
Bitte einmal wieder eine richtige Emotion.
Bitte!

Rückblick

Da war dieses wichtige essay, das du schreiben musstest. Wichtig ja, aber ich glaube nicht, dass der Erwartungshorizont sehr groß war..
An dem Tag vor der Abgabe hattest du Mittagschule. Und wolltest aber noch weggehen. Zeit zwischen heimkommen und weggehen: 5-6 Stunden.
Eine Woche Zeit hattest du. Hast es in der Woche nicht auf die Reihe gekriegt. Wir waren verabredet. Beinahe wäre das gemeinsame Weggehen gescheitert, weil du es nicht hingekriegt hast.
Du würdest gerne arbeiten, gerne selbstständig sein. Ich preise dir immer dein Glück und dass du froh sein sollst, dass arbeiten nicht nötig ist. Meinen Neid habe ich längst abgeschaltet, auch wenn du zu den Personen gehörst, die ich zwischen allen Verpflichtungen besuche. Immer weniger Zeit, immer am nächsten Tag die nächste Verpflichtung. Und bei dir nur Langeweile, die du mit Zwischenmenschlichkeit füllen wirst.
Ich sage dir immer, jetzt, kurz vor dem Abi bringt dir ein Job nichts außer Stress. Schon bei diesem trivialem essay, in gestaltender Monologform hast du dir Mega-Stress gemacht.

Da war ein Deutschaufsatz zu schreiben.
In einer Zeit, in der ich unter der Woche 8 bis 11 Stunden gearbeitet habe. Und am Wochenende dann soviel, wie ich an 5 Tagen geschlafen habe. Wenn ich Pech hatte. Am Samstag war ich übermüdet von den beiden Nächten davor, habe bis 11 gearbeitet. Ich bin zwar direkt heimgefahren und habe geschlafen, aber am nächsten Tag war ich immer noch müde. Am Sonntag habe ich mich für fast 2 Stunden befreien lassen und habe diesen Aufsatz geschrieben.
Und du tickst aus für ein essay, das du abgeben musstest. Den Deutschaufsatz musstest du nicht abgeben. Geschrieben hast du ihn nicht.
Montag hast du mich oft gesehen. Oft war ich 2-3 Tage wach. Ich soll mich nicht übernehmen. Du warst einer der wenigen, die mir gegenüber Verständnis gezeigt haben. Aber am wohlsten war mir bei den Leuten, die nicht darauf eingegangen sind, wenn ich mich bei ihnen ausgekotzt habe. Ansonsten war da dein Verständnis und von anderen Leuten Vorwürfe…
Ein paar mal wolltest du Montags was mit mir machen. Weil ich am Dienstag meine 3 Stunden zu arbeiten hatte, Mittwochs meine 6-8, Donnerstags Mittagschule, und Freitags entweder ausschlafen vom Douala oder arbeiten. Am Wochenende war ich schon froh, wenn ich die Nacht frei hatte…
Und bei dir war da die Langeweile. Oft habe ich dir abgesagt. Mein einziger gottverdammter freier Nachmittag. Ich wollte nur schlafen. Und nicht deine Langeweile auffüllen mit meiner Zwischenmenschlichkeit!
Es ist jetzt alles vorbei. Ich bin nun wie wie du. Ich kriege durch dich und andere nichts mehr vorgelebt, was so weit entfernt von meinem Leben ist! Ich bin nun fast wie du..

Deine Litanei über deinen Wunsch, zu arbeiten, hast du schon lang nicht mehr gebracht. Vielleicht weil jetzt das Abi ruft. Würde sie noch mal kommen, würde ich dir von diesem Tag erzählen, an dem du an dem essay und deinem vermeintlichen Mangel an Zeit verzweifelt bist…

10
Jan
2009

...

Doch Fahrer gefunden.
Angenehm. Ins Auto rein, aus dem Auto raus. Später wieder rein, raus.
Heute: second try
_______________

"Du hast dir ja gestern voll die Metaller angelacht! Die waren total knuddelig!"

9
Jan
2009

Winterpause.."Caro Butzele"

Der Türsteher kriegt ein Bussi auf die Wange weil ich wegen Fremdalkohol nicht rausfliege.
Einer der Metaller kriegt ein Bussi, weil er - anders als sein Kumpel- keinen Zwillings-Doppelgänger (ohne Verwandtschaft!) hat. Der Fisch im Aquarium kriegt ein Bussi durch die Scheibe, weil er es nicht sehr leicht hat bei all der Nachtaktivität um ihn herum.
Der komische Große mit dem Piercing kriegt nichts von mir, auch wenn er es gern hätte. Oder vlt gerade WEIL er es gern hätte.
Der Freund des DJs kriegt Stress mit mir, weil er gerade da ist.
Tiger-Lilly und Tennis-Tussi kriegen einen flotten Tanz mit mir, weil sie kostümiert sind.
Ich biete dem DJ Sex an, wenn er "noch ein Lied" spielt. Aber nicht mit mir, sondern mit dem, der neben mir steht...

Nun igele ich mich ein, mache Winterpause. Meine Leber jubelt, ebenso mein Geldbeutel. Oder mein Schulstoff. Gehirnzellen sowieso. Eigentlich mein ganzer Kälte- und Dopamingeschädiger Körper.

Nun beginnt ein Winterschlaf, aber ohne Schlaf, sondern voller Besinnung und beschaulicher Geschäftigkeit. Zumindest dieses Wochenende. Und zumindest solange ich keinen fixen Fahrer finde.

8
Jan
2009

Genug ist genug...oder doch nicht?

Ich dachte, es wäre ENDLICH mal vorbei...aber nein...
Jetzt geht es wieder los, mit dem Kalkulieren, mit dem Abwägen, mit der Rastlosigkeit zwischen allen privaten und beruflichen Pflichten.
Und ich dachte, am Montag wäre es vorbei..
Meine einzige, leise Hoffnung ist, dass all die Aufregung umsonst ist..
also doch einmal Rav bei Tageslicht..
das erspart mir aber nicht meine Stimmung Hier und Jetzt..
und mittlerweile scheiße ich auf das Geld, auf die Solidarität und die Gastronomie!


and the bitterness inside is growing like a new born

7
Jan
2009

Das Schwiegersohnpoblem

Harold und Maude kam gestern. Ich sah nur das Ende und weil ich wusste, dass ich nach gerade mal 10 Stunden wach sein sowieso nicht schlafen kann, lief der Fernseher einfach weiter…
Dann waren da diese Werbeclips. Die lustigen Werbeclips weltweit oder so ähnlich.
Da war dann dieser Werbeclip über irgendwas.. gezeigt wurde ein Gespräch zwischen Mutter und Sohn. Um die Diskrepanz zwischen Gesagtem und Gemeintem zu verdeutlichen, wurden Untertitel verwendet.
Die Mutter fragt, was die Liebe macht und die Untertitel zeigen auf, was sie eigentlich meint: Mann oder Frau?.. Der Sohn erzählt von einer Frau und meint eigentlich damit, dass er mit seinem Fitnesstrainer liiert ist. Sie sei blond. Er – der Trainer - ist schwarz.
Und es geht kurz so weiter.
Trivial, aber dennoch lustig.

Meine Mutter fragt mich schon länger nicht mehr nach ihrem zukünftigen Schwiegersohn. Grund hierfür war mein Hang zur Wahrheit. Und die Wahrheit zu erzählen bedeutet nicht nur einmal ehrlich zu sagen: Mutter, ich habe ein Date, sondern auch Details wie exzessiven Drogenkonsum einmal nicht auszusparen, sondern in den Raum zu werden. Dabei finden sich - natürlich ganz authentisch - im Sprachgebrauch Worte wie: drücken, Chemie, Morphium und Weissenau.
Was ich damit erreichen wollte, habe ich geschafft. Meine Mutter schwieg und dann kam: „Also.. was du dir da an Land ziehst….!“. Seitdem kamen keine Fragen mehr. Vielleicht hat sie durch diese kleinen Zustrom an Informationen dieselbe Erkenntnis wie ich gewonnen: Dann doch lieber ein glückliches und erfülltes Singleleben. Dann lieber keinen Schwiegersohn. Und damit meine gestörte Psyche etwas fester konstituiert wird und ich aus meinem labilen Loch herauskriechen kann, gestalten wir dieses Singleleben komplett asexuell. Bing und fertig.

„Ach, wie wärs mit dem Piercer in Rav? DER würde dir gefallen: der ist sogar im Gesicht tatoowiert! Davor muss ich aber erst fragen, ob er Drogen nimmt. Denn irgendwie habe ich dafür bei meiner Männerwahl wohl ein Händchen! Dazu können dann natürlich noch weitere Probleme kommen: kein Führerschein, kein allzu großes Einkommen…“
In meiner Oberflächlichkeit stören mich die letzteren am meistens.. Frau will doch schließlich was geboten kriegen??
Und wie DUMM war ich bitteschön, dass mich Tobis Alkoholismus gestört hat?? Immerhin hatte er Führerschein und gutes Einkommen! Die Diagnose: Oberflächlichkeit stimmt also vielleicht doch nicht, die Beziehung beendete ich trotz allem.
Die Lösung aller Probleme:
Beim Nächsten mit Schwiegersohnpotential einfach NICHT nachfragen. Wer braucht schon weiltäufige Kommunikation heutzutage? Und oberflächlich sind wir ja auch nicht, als dass es an so Kleinigkeiten wie Suchtverhalten scheitern würde.Also bitte die Spritzen verstecken…

...

Da ist diese unendliche Weite vor mir
Da ist dieser Sisyphosweg vor mir
und kein Ende in Sicht, keine Veränderung
und ich habe das Gefühl an diesem Gedanken zu zerbrechen
..und an mir...


I am a man who walks alone
And when Im walking a dark road
At night or strolling through the park

When the light begins to change
I sometimes feel a little strange
A little anxious when its dark

Fear of the dark, fear of the dark
I have a constant fear that someones always near
Fear of the dark, fear of the dark
I have a phobia that someones always there

Have you run your fingers down the wall
And have you felt your neck skin crawl
When youre searching for the light?
Sometimes when youre scared to take a look
At the corner of the room
Youve sensed that somethings watching you

Have you ever been alone at night
Thought you heard footsteps behind
And turned around and no ones there?
And as you quicken up your pace
You find it hard to look again
Because youre sure theres someone there

Watching horror films the night before
Debating wiches and folklore
The unkown troubles on your mind
Maybe your mind is playing tricks
You sense and suddenly eyes fix
On dancing shadows from behind

Fear of the dark, fear of the dark
I have a constant fear that someones always near
Fear of the dark, fear of the dark
I have a phobia that someones always there

When Im walking a dark road
I am a man who walkes alone


Immer am Freitag morgen zertreut sich die Menge auf der Tanzfläche im Douala. Meistens am Freitag Morgen lösen sich die kleinen Gruppierungen und eine Art Kollektiv entsteht. Dann kommen auch die etwas härteren Sachen. Vielleicht mal ein anderes Lied von RATM als Killing in the name. Ab und zu Metalcore/Hardcore. Oder eben Metal.
Da war dieser Typ. Weißes Hemd, Weste, Melone.
Sie spielen Iron maiden und er beginnt seine Show. Ausdruckstanz und Headbangen..
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Zuletzt aktualisiert: 19. Nov, 06:51

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